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Unterwegs am Donnersberg

Magerrasen, Kuhschelle und Falkenstein

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Der Donnersberg ist immer ein Besuch wert – es gibt viel auf und im Umfeld des höchsten Bergs der Pfalz zu erleben und entdecken. In einer kleinen Artikelserie stelle ich einige – auch eher unbekannte – Ziele am Donnersberg-Massiv vor, die einen Besuch lohnen. Auftakt der Reihe ist eine Wanderung bei Falkenstein. Die Burgruine Falkenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel, eher unbekannt ist das in direkter Nähe befindliche Naturschutzgebiet Schelmenkopf.

Der Weg ist größtenteils unmarkiert, man kann sich aber praktisch nicht verlaufen. Wir starteten bei traumhaftem, sonnigen Wetter auf einem Parkplatz oberhalb von Falkenstein – auf der Tour begleitete mich Wanderreporterin Daniela. Zunächst ist die Straße zu überqueren, es geht am Falkensteiner Hof vorbei. Direkt nach der Gaststätte führt links ein Weg ab, ein Naturschutzgebiet-Schild zeigt an, dass das Areal geschützt ist und man auf den Wegen bleiben soll.

Naturschutzgebiet Schelmenkopf
Zu Beginn des Naturschutzgebiets Schelmenkopf
Naturschutzgebiet Schelmenkopf
Weit schweift der Blick vom Naturschutzgebiet Schelmenkopf
Hummel bei einer Kirschblüte
Hummel bei einer Kirschblüte

Es öffnet sich die Landschaft, an diesem April-Tag blühte bereits einiges: Die weißen Blüten der Kirschbäume waren bei Hummeln sehr begehrt, auf dem Magerrasen blühten die Kuhschellen, auch Küchenschellen genannt. Diese Art ist inzwischen recht selten bei uns geworden und steht unter Naturschutz – darf also nicht gepflückt oder anderweitig beschädigt werden.

Echte Kuhschelle
Echte Kuhschelle
Rabenfels im Naturschutzgebiet Schelmenkopf
Rabenfels im Naturschutzgebiet Schelmenkopf
Vom Rabenfels blickt man weit in die Umgebung
Vom Rabenfels blickt man weit in die Umgebung

Wir waren total verzückt bei dieser Landschaft und kamen kaum aus dem Fotografieren heraus. Auf der Anhöhe befindet sich der Rabenfels, ein Rhyolith-Brocken, der markant aufragt und von dem der Blick weit über die Umgebung und auch hinab zur Burgruine Falkenstein schweift. Im Felsen entdeckte Daniela auch ein eingeritztes Herz. Wir genossen sehr diese Schönheit der Natur, bevor wir langsam den Pfad weiter liefen. Um uns herum summte und zwischerte es, die Natur erwachte nach dem langen und kalten Winter. Wir konnten richtig schön die Seele baumeln lassen und genossen die Wärme.

Aussicht vom Rabenfels
Aussicht vom Rabenfels
Schattenwurf am Rabenfels
Schattenwurf am Rabenfels
Kuhschellen mit Aussicht
Kuhschellen mit Aussicht
Und so ist das Bild entstanden
Und so ist das Bild entstanden
Nach dem Winter erwacht die Natur
Nach dem Winter erwacht die Natur
Pfad im Naturschutzgebiet
Pfad im Naturschutzgebiet

Dem Pfad immer weiter abwärts folgend änderte sich die Vegetation, sie wurde dichter und die Bäume höher. Es ging in Kehren hinab nach Falkenstein, der tiefste Punkt der Runde war nun erreicht. Wir wendeten uns nach links auf die Straße, die Burg Falkenstein thronte steil auf einem Rhyolithfelsen über uns, ein toller Anblick. Auf dem weiteren Weg veränderte sich immer wieder die Perspektive zur Burgruine, unsere Kameras klickten ständig. Die erste Abzweigung scharf rechts führte uns hinauf zum Glockenturm.

Pfad im Naturschutzgebiet
Pfad im Naturschutzgebiet
Blick auf die Felsen im Naturschutzgebiet
Blick auf die Felsen im Naturschutzgebiet
Burgruine Falkenstein
Am Ende des Naturschutzgebiet schaut man hinauf zur Burgruine Falkenstein
Protestantischer Glockenturm
Protestantischer Glockenturm
Falkenstein und Burgruine
Aussicht vom Glockenturm auf Falkenstein und die Burgruine
Flachwurzler am Wegrand
Flachwurzler am Wegrand

Ein herrlicher Blick hinüber zur Burg und auf den Ort begeisterte uns weiter. Der rote Balken war nun unser Begleiter und leitete uns in den Wald hinein. Durch die Bäume hindurch nahmen wir die Ruine immer wieder mit anderen Blickwinkel wahr. Am Wegrand waren die für den Donnersberg typischen Flachwurzler zu sehen, durch das Gestein können die Bäume nicht tief wurzeln.

Amphitheater und Zugang zur Ruine Falkenstein
Amphitheater und Zugang zur Ruine Falkenstein
Inschrift auf der Ruine Falkenstein
Verwitterte Inschrift oberhalb eines Fensters: „wie du wilt Melchior”
Gedenkstein 850 Jahre Falkenstein
Gedenkstein 850 Jahre Falkenstein
Innenansicht der Ruine Falkenstein
Innenansicht der Ruine Falkenstein
Tor in der Ruine Falkenstein
Tor in der Ruine Falkenstein
Mauer mit Infotafel in der Burgruine
Mauer mit Infotafel in der Burgruine

Doch bald gelangten wir wieder in den Ort hinein und liefen abwärts zur Burg Falkenstein. Vom Wirt der Burgstubb bekamen wir den Tipp, dass sich unterhalb des Geländers Kakteen befinden, die sonst nur in heißen Gebieten vorkommen. Und tatsächlich, wir konnte sie entdecken. An heißen Tagen im Sommer sollen sie gelb blühen – sicherlich ein toller Anblick.

Wir erkundeten längere Zeit die Anlage, ein toller Blick auf die Umgebung ergibt sich an den Fenstern des Ritterhauses, ein schönes Bild der Fassade erhielten wir nach dem Abgang zum Wachtturm.

Felsen im Burghof
Felsen im Burghof
Außenmauer des Ritterhauses
Außenmauer des Ritterhauses
Aussicht von der Burgruine in das Falkensteiner Tal
Aussicht von der Burgruine in das Falkensteiner Tal
Südansicht der Ruine Falkenstein
Südansicht der Ruine Falkenstein
Außenmauer der Ruine Falkenstein
Außenmauer der Ruine Falkenstein
Aussicht vom Falkensteiner Hof
Aussicht vom Falkensteiner Hof

Da es nun auch Mittagszeit war und wir langsam etwas Hunger bekamen, wanderten wir wieder die Straße hinauf und zum Falkensteiner Hof. Vom dortigen Biergarten schweifte unser Blick über die Landschaft, ein toller Ausklang der empfehlenswerten Tour. 

Die kleine Runde durch das Naturschutzgebiet kann übrigens auch gut mit einer längeren Wanderung von Rockenhausen zur Burg Falkenstein und der Falkensteiner Schlucht kombiniert werden.

Karte

Länge: 3,1 km, An-/Abstieg: 110 m

Karte