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Kleine Hügeltour durch Wiesen, Wald und Weinberge

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Bereits schon seit längerer Zeit hatte ich die Wanderung „Kleine Hügeltour durch Wiesen, Wald und Weinberge” bei Neckarsulm in Blick, versprach sie doch eine schöne Runde durch Weinberge und tolle Ausblicke auf das weitläufige Neckarbecken. Mitte Februar war es schließlich so weit und an einem sonnigen Tag begann ich die Wanderung am Bahnhof in Neckarsulm. Über die Marktstraße im Stadtzentrum gelangte ich zum Einstiegspunkt am östlichen Rand des Stadtparks. Dort traf ich auf die Markierung WT3, die mich auf der gesamten Runde führte.

Skulptur im Stadtpark
Skulptur im Stadtpark
Pflasterweg
Moderat geht es aufwärts
Wegzeichen
Wegzeichen

Ich folgte der von der Touristikgemeinschaft Heilbronner Land vorgeschlagenen Wegstrecke Richtung „Scheuerberg”. Wenige Minuten später ließ ich die Stadt hinter mir, bei einem Blick zurück waren Neckarsulm und die Türme des Kraftwerks Heilbronn gut zu sehen. Auch der Höhenzug des Heuchelbergs im Südwesten war gut zu erkennen. Auf Kopfsteinpflaster stand der erste, noch moderate Anstieg an. Raben machten auf der Anhöhe ziemlich Radau. In einer Kurve wurde der Scheuerberg sichtbar, der erste Höhepunkt der Wanderung. Entlang des Weges durch die Weinberge standen Stationen eines Kreuzwegs. Raureif befand sich auf dem Gras zwischen den Reben, wo die Sonne bereits hinkam, glitzerte er im Licht.

Neckarsulm und Kraftwerk Heilbronn
Blick auf Neckarsulm und das Kraftwerk Heilbronn
Raben auf Baum
Raben
Blick zum Scheuerberg
Blick zum Scheuerberg
Mariendenkmal am Wegrand
Mariendenkmal am Wegrand
Wegkreuz
Wegkreuz
Raureif im Weinberg
Raureif im Weinberg

Ein kräftiger Anstieg brachte mich schließlich hinauf auf den Scheuerberg, das Hintergrundrauschen des Verkehrs im Tal begleitete mich dabei. Oben angekommen erwartete mich dann ein herrlicher Aussichtspunkt mit einem Kreuz und einer Liegebank, die ich auch gleich in Beschlag nahm. Die Aussicht auf das weite Neckarbecken war herrlich und die wärmende Sonne tat nach den langen trüben Wintermonaten richtig gut. In früheren Zeiten befand sich auf dem Gipfel eine Burg mit Kapelle, die im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt wurde.

Wegweiser
An markanten Kreuzungen stehen Wegweiser
Auf dem Scheuerberg mit Blick auf das Neckarbecken
Auf dem Scheuerberg mit Blick auf das Neckarbecken
Kreuz auf dem Scheuerberg
Kreuz auf dem Scheuerberg

Nach einer Rast ging es zunächst auf dem Höhenrücken des Berges weiter, bevor mich die Markierung auf einem angenehmen Pfad in Kehren hinabführte. Immer wieder blickte ich auf meinem weiteren Weg über die Hügellandschaft der Umgebung. Schließlich tauchte ich in den Wald ein. Ab der Blockhütte führte mich ein schöner Pfad durch den jungen Wald, vereinzelt lagen Bäume quer auf dem Boden, die Stämme trugen ein Schneekleid. Vogelgesang begleitete mich auf meinem Weg. Doch auch der schönste Trail endet irgendwann und es ging auf einem Forstweg weiter. Leider war der ausgeschilderte Weg kurz darauf wegen Waldarbeiten gesperrt, so dass ich eine Umleitung nehmen musste. Ein weiterer kräftiger Anstieg brachte mich auf eine Anhöhe, ehemals stolze Bäume lagen gestutzt und abholbereit nebeneinander am Wegrand zur weiteren Verwendung.

Blick vom Scheuerberg nach Osten
Blick vom Scheuerberg nach Osten
Pfad am Scheuerberg
Da geht's lang
Sonne über den Weinbergen
Sonne über den Weinbergen
Im Wald
Im Wald
Wanderweg
Wanderweg
Im Wald
Im Wald
Toller Waldpfad
Toller Waldpfad
Wegsperrung
Wegsperrung
Baumstämme am Wegrand
Baumstämme am Wegrand

Ich traf wieder auf das Wegzeichen, der folgende Pfad war leider durch die Forstarbeiten und das nasse Wetter der letzten Wochen etwas aufgewühlt, zum Glück war der Boden gefroren. Bei einer Kreuzung musste ich dann den Track auf meinem GPS-Gerät zu Rate ziehen, eine Markierung war aufgrund der Arbeiten nicht zu sehen. Aufgrund der Forsttätigkeiten war der Weg schwer zu gehen, doch bald verließ ich den Wald und wanderte auf einen Teerweg entlang – manchmal ist es doch angenehmer auf einem befestigten Weg zu laufen.  Es dauerte nicht lange und der Wald nahm mich wieder auf, auf einem asphaltierten Weg leitete mich die Markierung hinab. Am Waldrand befand sich eine Bank, ein toller Rastplatz in der Sonne. Ich nahm eine Auszeit und genoss die wärmenden Strahlen der Sonne, herrlich.

Schutzhütte am Tanzplatz
Schutzhütte am Tanzplatz
Aufgewühlter Waldweg
Aufgewühlter Waldweg
Weinberge bei Gellmersbach
Weinberge bei Gellmersbach

Nun führte der Weg im Tal entlang durch Wiesen und an Streuobstwiesen vorbei, mit Blick auf den Stromberg, einen imposanten Weinberg. Ein Kreuz mit Statue glitzerte am Gipfel in der Sonne. Es öffnete sich die Landschaft und gab den Blick auf den Scheuerberg frei. Am Hang des länglichen Bergs standen vereinzelte Weinberghäuschen, die ein pittoreskes Bild abgaben.

Blick zum Stromberg
Blick zum Stromberg
Wiesen und Streuobstwiesen
Wiesen und Streuobstwiesen
Aussicht auf den Scheuerberg
Aussicht auf den Scheuerberg

Jetzt wäre auch eine schöne Gelegenheit für eine weitere Pause, doch Pustekuchen, es fehlten leider die Sitzmöglichkeiten. Doch auf einer Grasfläche fand ich schließlich ein Plätzchen in der Sonne, Rucksack abgelegt, eine Jacke auf dem Boden als Schutz abgelegt und so lag ich in der Sonne und genoss die Wärme und Freiheit – das Leben kann so schön sein.

Die Pause war eine gute Idee, denn auf dem weiteren Weg dauerte es nicht mehr lange und ich erreichte wieder Neckarsulm. An einer Straße entlang passierte ich das Spaßbad und gelangte wieder in den Stadtpark, an dem der Wanderweg wieder endete. Nach knapp fünf Stunden erreichte ich wieder den Bahnhof in Neckarsulm.

Fazit

Die Runde glänzt vor allem durch ihre Aussichten, immer wieder schweift der Blick über die Landschaft und die Weinberge. Durch den Wald führen angenehme Pfade, die immer wieder durch breite Schotter- und Asphaltwege abgelöst werden. Unterwegs gibt es häufig Sitzbänke oder Rastplätze, leider waren diese gegen Ende ziemlich rar. Ich lief den Wanderweg in der vorgeschlagenen Wegrichtung, zuerst auf den Scheuerberg. Im Nachhinein fände ich den umgekehrten Weg besser, da so gegen Ende der Höhepunkt, der Aussichtspunkt auf dem Scheuerberg anstehen würde. Vor allem durch die Weinberge und Streuobstwiesen führen hauptsächlich Teerwege. Der Weg ist gut markiert, nur an zwei Stellen musste ich den Track auf meinem GPS-Gerät zu Rate ziehen.

Karte

Länge: 14,0 km, An-/Abstieg: 275 m

Karte