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Löwenpfade: Filsursprung-Runde

Reußenstein, Schertelshöhle und Filsursprung

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Ein langes Wochenende auf der Schwäbischen Alb stand an und als erste Wanderung hatte ich mir den Löwenpfad Filsursprung-Runde ausgesucht. Die Löwenpfade wurden vom Landkreis Göppingen initiiert und inzwischen auch als Qualitätswanderwege Wanderbares Deutschland ausgezeichen. Zeit also, einige dieser Touren anzugehen.

Nach knapp zwei Stunden Fahrt erreichte ich den Startpunkt der Tour, den Parkplatz an der Papiermühle bei Wiesensteig. Es empfing mich das Rauschen der Fils und lautes Vogelgezwitscher – bereits hier entschleunigte ich spürbar. Am Bach steht eine Karte der Wanderung, der blaue Wegweiser mit dem stilisierten Löwenkopf und der grünen Mähne leitete mich zunächst in das Autal hinein. Die Wiese wurde frisch gemäht, Kühe mit ihren Kälbern standen an einer Hütte und schauten neugierig zu mir herüber.

Infotafel am Einstieg zur Filsursprung-Runde
Infotafel am Einstieg zur Filsursprung-Runde
Im Autal
Im Autal
Wanderweg
Wanderweg

Der Weg führte langsam entlang der Talsohle aufwärts, das Fallen von Tropfen aus dem nächtlichen Regen auf den Blättern begleitete mich beim Aufstieg. Es wurde schließlich steiler und steiniger, der helle Kalkstein war eine Abwechslung zum roten Buntsandstein, den ich vom Wandern in der Pfalz kenne. Moosbewachsene Felsen und Bäume säumten den Wegrand. Eine angenehme Ruhe umgab mich, die Felsen standen Spalier.

Wanderweg
Wanderweg
Blumenwiese
Blumenwiese
Goldstaub-Laubkäfer auf Margeriten
Goldstaub-Laubkäfer auf Margeriten

Auf der Höhe passierte ich einen Hof mit den üblichen landwirtschaftlichen Gerüchen. An Wiesen vorbei genoss ich die Sonne, die bunte Blütenpracht begeisterte mich, dazu zirpten viele Grillen, der blaue Himmel wölbte sich darüber – das Leben kann so schön sein. Vor lauter Enthusiasmus beim Fotografieren verpasste ich doch glatt die Abzweigung.

Wald-Storchschnabel mit Biene
Wald-Storchschnabel mit Biene
Wiesen-Storchschnabel
Wiesen-Storchschnabel
Wanderweg auf der Höhe
Wanderweg auf der Höhe
Markierung des Löwenpfads
Der Löwenpfad ist hervorragend markiert
Aussicht vom Knaupenfels auf Neidlingen
Aussicht vom Knaupenfels auf Neidlingen
Wegweiser
Wegweiser

Auf der Höhe schweifte mein Blick über die sanft gewellte Landschaft oberhalb des Albtraufs. Der nächste Höhepunkt –  im wahrsten Sinne des Wortes – war der Besuch das Knaupenfels mit Blick auf das Neidlinger Tal. Der Löwenpfad leitete mich nun am Albtrauf entlang. In der Ferne entstanden hohe Quellwolken. Bald sah ich von einem Aussichtspunkt die nahe Burgruine Reußenstein. Wenige Minuten später erreichte ich sie: Heller Kalkstein kontrastierte mit blauen Himmel und der grünen Umgebung. Ich erkundete die Anlage und genoss den Panoramablick.

Pause mit Aussicht
Pause mit Aussicht
Burgruine Reußenstein
Burgruine Reußenstein
Zugang zur Oberburg
Zugang zur Oberburg
Aussicht von der Burgruine auf den Albtrauf
Aussicht von der Burgruine auf den Albtrauf
Bergfried der Burg Reußenstein
Bergfried der Burg Reußenstein
Palas der Burgruine Reußenstein
Palas
In der Unterburg der Reußenstein
In der Unterburg
Blick zur Zisterne
Blick zur Zisterne
Blick von Südwesten auf die Burg Reußenstein
Blick von Südwesten auf die Burg Reußenstein

Wieder unterwegs kam ich an einigen Aussichtspunkten vorbei – allen gemeinsam war der traumhafte Blick auf die Reußenstein. Es schloss sich ein herrlicher Pfad an, leider in der Nähe einer Straße. Am Bahnhöfle führte der Löwenpfad wieder weg von der Straße, Wiesen und Wald wechselten sich ab. Auf dem Forstweg könnte ich nun auch etwas Strecke machen. Nach einer Weile erreichte ich das Rudertäle. Kurz nach der Kreuzung befindet sich der Graue Stein, eine Ansammlung von moosbewachsenen Felsblöcken in einem Fichtenwäldchen. Mich umfing eine leicht mystische Stimmung.

Wanderweg am Albtrauf
Wanderweg am Albtrauf
Wanderweg entlang von Wald und Wiesen
Wanderweg entlang von Wald und Wiesen
Am Grauen Stein
Am Grauen Stein

Ein kräftiger Anstieg brachte mich zum Schwitzen, doch bald war es geschafft. Nun ging es auf einen durchgeweichten Weg entlang, es hat hier wohl die vorherigen Tage viel geregnet. Nun dominierte beim Abstieg wieder das Moos: an Bäumen, Felsen und an einer Futterkrippe. Kurz darauf verließ ich den Löwenfad und machte einen kleinen Abstecher zur Schertelshöhle. Unterwegs gab es weitere Abstecher zur Burkhardshöhle (Felsen lagen wie zusammengewürfelt umher) und dem Steinernen Haus.

Futterkrippe an der Abzweigung zur Schertelshöhle
Futterkrippe an der Abzweigung zur Schertelshöhle
Felsen an der Burkhardtshöhle
Felsen an der Burkhardtshöhle
Einstiger Einstieg zur Burkhardtshöhle
Einstiger Einstieg zur Burkhardtshöhle
Blick aus dem Steinernen Haus
Blick aus dem Steinernen Haus
Felsbrocken im Steinernen Haus
Felsbrocken im Steinernen Haus
Die Schertelshöhle ist über eine Treppe zugänglich
Die Schertelshöhle ist über eine Treppe zugänglich

In der Schertelshöhle konnte ich alleine unterwegs sein, es waren zu wenig Besucher da, als dass sich Führungen lohne würden. So konnte ich mich in Ruhe umschauen und die Höhle inspizieren. Die vielen Tropfsteine und Formationen luden regelrecht dazu ein, die Fantasie spielen zu lassen und Figuren zu erkennen.

Tropfsteine in der Schertelshöhle
Tropfsteine in der Schertelshöhle
Tropfsteine in der Schertelshöhle
Tropfsteine in der Schertelshöhle
Weg durch die Schertelshöhle
Weg durch die Schertelshöhle
Beeindruckende Tropfsteine
Beeindruckende Tropfsteine
Am Ende des linken Gangs in der Schertelshöhle
Am Ende des linken Gangs in der Schertelshöhle
Der Weg ist teils recht eng
Der Weg ist teils recht eng
In der Schertelshöhle
In der Schertelshöhle
Fantasievolles Gebilde
Fantasievolles Gebilde
Orgel
Orgel

Zurück auf dem Löwenpfad genoss die Ruhe. Neben dem Summen der Insekten und dem Zwitschern der Vögel waren nur meine Schritte auf dem Weg zu hören. Bald öffnete sich der Wald und es ging an blühenden Wiesen entlang durch das Hasental. Immer wieder hielt ich an, zückte die Kamera und lichtete die wilden Blumen und Insekten ab. Herrlich, so eine Vielfalt. Der Filsursprung war nicht mehr weit, hier war doch einiges los, es ist ja auch wirklich ein schöner Rastplatz.

Acker-Witwenblume
Acker-Witwenblume
Wiesen-Salbei
Wiesen-Salbei
Taubenkropf-Leimkraut
Taubenkropf-Leimkraut
Filsursprung
Filsursprung
Im oberen Filstal
Im oberen Filstal
An der jungen Fils
An der jungen Fils

Nach einer kurzen Pause (mir war doch zuviel Trubel) machte ich mich wieder auf die Socken. An der jungen Fils entlang führte der Weg teils an kleinen Kaskaden vorbei zur Papiermühle. Knapp sieben Stunden war ich auf der Wanderung unterwegs.

Karte

Länge: 14,8 km, An-/Abstieg: 305 m

Karte