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Löwenpfad Orchideenpfad

Wacholderheide und Kaiserbergblicke

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Früh am Morgen, um 7:30 Uhr, startete ich die Runde am Hexensattel oberhalb von Reichenbach im Täle. Von dort waren es noch 50 Meter bis zum Löwenpfad, eine Wandertafel stimmte mich auf den Orchideenpfad ein. Es ging auch sogleich bergauf, die Markierung, der grüne Löwenkopf, zeigte mir den Weg an. Immer wieder blieb ich stehen und blickte über die Wacholderheide hinab ins obere Filstal. Die Grillen warben um die Weibchen und die Vögel jubilierten – so herrlich kann ein Tag beginnen. Wildblumen blühten am Wegrand. Immer wieder legte ich einen Fotostopp ein und lichtete die bunte Blütenpracht ab.

Infotafel am Start des Orchideenpfads
Infotafel am Start des Orchideenpfads
Wacholderheide
Wacholderheide mit Aussicht
Aussicht vom Wanderweg
Aussicht vom Wanderweg
Blumen am Wegrand
Blumen am Wegrand
Blick auf Deggingen im oberen Filstal
Blick auf Deggingen im oberen Filstal
Blüte der Walderdbeere
Blüte der Walderdbeere

An blühenden Wiesen ging es vorbei, überall summten die Hummeln und Bienen. Ich kam aus dem Fotografieren nicht mehr raus. Idylle pur. Unterwegs sah ich noch zwei weitere Naturfreunde mit Kamera.

Biene an Wiesensalbei
Biene an Wiesensalbei
Fruchtstand des Bocksbarts
Fruchtstand des Bocksbarts
Ackerhummel auf einer Acker-Witwenblume
Ackerhummel auf einer Acker-Witwenblume
Saat-Esparsette
Saat-Esparsette
Betretungsverbot
Im Naturschutzgebiet immer schön auf den Wegen bleiben
Kreuzblumen
Kreuzblumen

Schließlich erreichte ich auf einem steilen Pfad nach einer Stunde das Kreuz auf dem Haarberg – und dabei hatte ich bisher erst einen Kilometer zurückgelegt. Von dem Aussichtspunkt könnte ich weit in das obere Filstal schauen. Ich gab mich eine Weile der Aussicht hin - Bänke luden zur Rast ein, was ich dankbar annahm.

Wanderweg auf den Haarberg
Wanderweg auf den Haarberg
Wacholder
Wacholder
Wacholderbeeren
Wacholderbeeren
Kreuz auf dem Haarberg
Kreuz auf dem Haarberg
Acker-Glockenblume
Acker-Glockenblume
Sommerwurz
Sommerwurz

Doch der Wind war noch frisch am Morgen, ich brach bald wieder auf. Auf dem Grasweg glitzerte der Tau im Sonnenlicht. Doch es dauerte nicht lange und die Blumenpracht verschwand: An gemähten Wiesen vorbei ging es in den Wald hinein. Ein Reh flüchtete vor mir über den Weg und zwei Frischlinge sprangen aus dem Unterholz davon – da ich keinen Wert auf eine Bekanntschaft mit der Mutter legte, sah ich zu, dass ich weg kam.

Wiesenklee
Wiesenklee
Wegweiser erleichtern die Orientierung
Wegweiser erleichtern die Orientierung
Rabenkrähe
Rabenkrähe
Wiesensalbei und Margeriten
Wiesensalbei und Margeriten
Waldmeister
Waldmeister
Ährige Teufelskralle
Ährige Teufelskralle

Bald öffnete sich der Wald und der Löwenpfad führte auf einem breiten Forstweg entlang. Trotzdem gab es am Wegrand immer was zu entdecken, wie Teufelskralle, Waldmeister und Ruprechtskraut. Schließlich wanderte ich auf einem Pfad zum Wasserberghaus. Es war mit 10 Uhr noch zu früh zum Einkehren, so genoss ich den fantastischen Ausblick zu den drei Kaiserbergen Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen.

Ruprechtskraut
Ruprechtskraut
Am Wasserberghaus
Am Wasserberghaus
Aussicht vom Wasserberghaus nach Norden
Aussicht vom Wasserberghaus nach Norden

Nun stand ein steiler Abstieg an, bevor der Orchideenpfad eben am Waldrand entlang führte. Immer wieder warf ich einen Blick zurück auf die drei Kaiserberge, bevor der Wanderweg in den Wald eintauchte.

Blick zu den drei Kaiserbergen
Blick zu den drei Kaiserbergen
Schafe am Gairenhof
Schafe am Gairenhof
Wanderweg am Gairenhof
Wanderweg am Gairenhof

Am Gairenhof leitete mich der Löwenpfad auf einen tollen Pfad. Im Tal grasten Schafe und auch die erste Wacholderbäume standen wieder am Wegrand. Immer wieder passierte ich runde Flächen mit rotem Gewächs. Vermutlich wurde hier einmal ein Feuer gemacht und die Pflanzen besiedeln auf der Asche nun wieder das Areal.

Roter Teppich
Roter „Teppich”
Blüte des Wiesen-Bocksbarts
Blüte des Wiesen-Bocksbarts
Blick zurück auf den Wasserberg
Blick zurück auf den Wasserberg

Ich wanderte entlang einer herrlichen Blumenwiese und bei einem Blick zurück sah ich den Wasserberg. Leider war jedoch auch die Straße im Tal zu hören. Bald wurden die Wacholderbäume wieder zahlreicher, ebenso wie meine Fotopausen. Bei einer letzten, längeren Rast an einer Bank flog ein bläulicher Schmetterling an mir vorbei. Wieder auf Achse dauerte es nicht mehr lange bis ich entlang der Wacholderheide den Ausgangspunkt am Hexensattel erreichte.

Wildrose
Wildrose
Acker-Wachtelweizen
Acker-Wachtelweizen
Wanderweg durch Wacholder
Wanderweg durch Wacholder

Fazit

Der Löwenpfad Orchideenpfad ist als Qualitätswanderweg in der Kategorie „Naturvergnügen” ausgezeichnet – und das merkt man auch. Ständig gibt es etwas am Wegrand zu entdecken: Pflanzen, Insekten, Vögel und auch die Aussichten sind ein Genuss – ich war total begeistert von der Blütenpracht. Zeit sollte man sich daher für diesen Weg unbedingt nehmen. Für die 9,4 Kilometer Wegstrecke war ich insgesamt 4½ Stunden unterwegs. Es gibt von mir daher eine klare Empfehlung für diesen tollen Wanderweg.

Karte

Länge: 9,4 km, An-/Abstieg: 230 m

Karte