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Durch die Noumerleeën

Drachelay, Rammlay und Burg Fels

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Im letzten Jahr war ich begeistert vom Mullerthal Trail. Eigentlich wollte ich damals auch eine Tageswanderung zu den Buntsandsteinfelsen bei Nommern (auch Noumerleeën genannt) am Rande der Kleinen Luxemburger Schweiz unternehmen, leider hat es zeitlich nicht geklappt. Doch nun war es soweit, nach der Drei-Tages-Wanderung auf dem Escarpadenne Lee Trail hatte ich noch ein paar Tage übrig.

Von meinem „Basislager” in Ettelbrück nahm ich den Bus nach Larochette. Das Städtchen heißt auf Deutsch „Fels”, vor Ort ist auch klar warum: Die Häuser liegen in einem Tal, das von Buntsandsteinfelsen umgeben ist, darüber thront – auf einem Felssporn – die Burgruine Fels.

Burg Fels
Blick von Larochette hinauf zu Burg Fels
Aufstieg im Wald
Aufstieg im Wald
Pfad durch Wald
Pfad durch Wald

Ich folgte der Markierung L4 unterhalb der Burgruine durch den Ort, bevor mich viele Stufen in den Wald führten. Vorbei am Campingplatz ging es auf einem Teerweg auf der Anhöhe entlang. Die tiefstehende Morgensonne ließ mich einen langen Schatten auf den Asphalt werfen. Bald schloss sich ein herrlich gewundener Pfad durch den Wald an.

Durch die Noumerleeën

Nur noch gedämpft drang der Verkehrslärm an mein Ohr. Längere Zeit ging es durch den Wald, mal auf Wegen, mal auf Pfaden. Schließlich wurde das Gelände schroffer. Eine Treppe führte mich hinab. Nun stand ich vor den Buntsandsteinfelsen, mit einer tiefen Felsspalte. Erinnerungen an den Mullerthal Trail wurden wach. Das Wegzeichen leitete mich durch die Spalte hindurch und an mächtigen Buntsandsteinfelsen vorbei. Immer wieder ließ mich meine Fantasie Formen und Figuren im Gestein erkennen.

Abstieg in die erste Felsengruppe
Abstieg in die erste Felsengruppe
Felsgang
Felsgang
Treppe in den Felsengang
Treppe in den Felsengang
Buntsandsteinfelsen
Buntsandsteinfelsen
Der Pfad führt an mächtigen Buntsandsteinfelsen vorbei
Der Pfad führt an mächtigen Buntsandsteinfelsen vorbei
Felsformationen
Felsformationen
Felsen
Felsen
Buntsandstein-Verwitterung
Buntsandstein-Verwitterung
Und immer wieder Felsen
Und immer wieder Felsen

Dann erreichte ich die Drachenlay, eine enge Felsspalte, durch die ich mich hindurchzwänge – und dabei bin ich schon sehr schlank. Mit Rucksack kam ich gerade so durch; es wäre aber auch eine Umgehung möglich gewesen. Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt, die Bäume knarrten, als sie aneinander rieben.

Fluggesicht
Fluggesicht
Wollsackverwitterung
Wollsackverwitterung
Gesicht im Fels
Gesicht im Fels
Augen im Fels
Augen im Fels
Durch die Drachelay
Durch die Drachelay
In der Drachelay
In der Drachelay

Ich drehte mich immer wieder um, der Anblick der Felsgebilde war aus jeder Perspektive ein Genuss, majestätisch wuchsen sie genau Himmel. Es dauerte nicht lange und ich erreichte die Rammlay, Stufen führten hinauf und durch eine weiteren Felsspalte. Bei einem anderen Felsen waren gut die einzelnen Schichten mit den unterschiedlichen Ablagerungen zu erkennen: Einige waren härter, sie ragten aus dem Fels heraus. Und wieder erwartete mich ein herrlicher Felsgang, Stufen führten mich die Spalte hinauf.

Drachelay
Drachelay
Felsgang
Durch diese Felsspalte führt der Wanderweg
Treppen und Felsen
Treppen und Felsen
Geborstener Baumstamm
Geborstener Baumstamm
Weitere Buntsandsteinfelsen
Weitere Buntsandsteinfelsen
Sitzbank zur Rast
Sitzbank zur Rast
An der Rammlay
An der Rammlay
Felsgang durch die Rammlay
Felsgang durch die Rammlay
Weiterer Felsgang
Weiterer Felsgang

Ein toller, wurzeldurchzogener Pfad leitete mich durch den Wald und zur ehemaligen Fliehburg Aalburg. Eine Tafel informierte mich, dass sie vermutlich bis in die Römerzeit benutzt wurde. Heute sind noch drei Wälle im Gelände zu sehen.

Felsgang von oben
Felsgang von oben
Ehemalige Aalburg
Ehemalige Aalburg
Wegweiser
Der Wanderweg ist hervorragend markiert und gekennzeichnet

Ich ließ das Buntsandsteingebiet der Noumerleeën hinter mir und folgte meinem Wegzeichen durch den Wald. Ein Stück wenig befahrene Straße schloss sich an, ein Wegweiser zeigte mir noch 3,5 Kilometer bis Larochette an. Interessanterweise wurden an einem weiteren Pfosten einige 100 Meter weiter 3,7 Kilometer angegeben.

Besuch auf Burg Fels

Längere Zeit ging es nun auf einem Forstweg durch den Wald und am Haischeskräiz vorbei, einem der ältesten Wegkreuze der Region. Es dauerte nicht mehr lange und ich erreichte eine Straße. Hier verließ ich mein bisheriges Wegzeichen und folgte der Straße zur Burg Fels.

Am Haischeskräiz
Am Haischeskräiz
Hauptburg der Burg Fels
Hauptburg der Burg Fels
Einstige Küche im Criechinger Bau der Burg Fels
Einstige Küche im Criechinger Bau der Burg Fels

Eine Sage dreht sich um die Burgruine:

Ehemalige Wohngebäude
Ehemalige Wohngebäude
Ursprünglicher Burgfried mit Wohngebäuden
Ursprünglicher Burgfried mit Wohngebäuden
Blick von der Burg auf Larochette
Blick von der Burg auf Larochette

Nach der Besichtigung der Burganlage setzte ich meinen Weg fort und lief die Treppe hinab und um die Ruine herum nach Larochette.

Fazit

Die Noumerleeën beeindrucken durch die vielen bizarren Buntsandsteinfelsen und die vielen Felsgänge, durch die der Wanderweg führt. Der Hinweg von Larochette führt allerdings zunächst wenige Kilometer auf einem Teerweg entlang, bevor man das herrliche Gebiet erreicht. Wer nur die Noumerleeën besuchen möchte kann alternativ auch einen etwa 5 Kilometer langen Wanderweg vom Campingplatz bei Nommern begehen.

Karte

Länge: 11,2 km, An-/Abstieg: 270 m

Karte