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Wandern und mehr / Bastei, Gamrig und Hockstein

Malerweg 2. Etappe

Bastei, Gamrig und Hockstein

von Chris

Die zweite Etappe auf dem Malerweg führte zunächst ein Stück an der Elbe entlang, Nebel lag über dem Fluss und verhüllte das Basteigebiet – ich kann gut verstehen, warum Maler von dieser Landschaft inspiriert wurden. Es ging bald einen steinigen Weg hinauf und in die Kernzone des Nationalparks. Ich stieg Stufe für Stufe steil bergan, und erreichte den Aussichtspunkt auf dem Schwarzberg mit einem Blick über das Elbtal. Nun ging es nur noch leicht aufwärts zum Steinernen Tisch. Dieser wurde zur Rast für die königliche Jagdgesellschaft errichtet. Die nahe Gaststätte ist schon länger geschlossen, soll aber irgendwann wieder eröffnet werden.

Nebel über der Elbe
Nebel über der Elbe
Wanderweg
Der Weg führt zunächst den Schwarzberg hinauf
Blick vom Schwarzberg auf Pötzscha
Blick vom Schwarzberg auf Pötzscha
Steinerner Tisch an der Wehlwiese
Steinerner Tisch an der Wehlwiese
Bastei
Blick von der Pavillonaussicht auf die Bastei und in den Wehlgrund
Blick von der Basteiaussicht auf das Elbtal
Blick von der Basteiaussicht auf das Elbtal

Ich erreichte den Parkplatz an der Bastei und machte nun einen Abstecher mit dem blauen Balken Richtung „Schwedenlöcher” zur Pavillonaussicht mit einem tollen Blick auf Bastei und in den Wehlgrund. Der Blick auf die Felsnadeln war beeindruckend.

Ich lief denselben Weg wieder zurück und weiter zur Bastei. Nun würde es doch sehr touristisch, aufgrund des Werktags hielt es sich aber vermutlich in Grenzen. Und als ich etwas abseits ging, z. B. zur Wehlsteinaussicht, hatte ich meine Ruhe. Zuerst machte ich einen Abstecher zur Basteiaussicht, die letzten Meter sind jedoch aufgrund des instabilen Felsens seit 2016 gesperrt. Das tat jedoch dem Blick auf die Umgebung keinen Abbruch, ich konnte weit in das Elbtal schauen und auf die Felsen der Umgebung.

Aussicht vom Ferdinandstein auf die Basteibrücke
Aussicht vom Ferdinandstein auf die Basteibrücke
Unterhalb der Basteiaussicht
Unterhalb der Basteiaussicht
Basteibrücke
Basteibrücke
Neurather Felsentor
Neurather Felsentor
Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen
Felsenburg Neurathen

Weiter ging es hinab und mit einem weiteren Abstecher zum Ferdinandstein, mit einem weiteren tollen Blick, diesmal auf die Basteibrücke. Doch dann ging es schließlich über die Brücke und durch das Neurather Felsentor. Kurz darauf besuchte ich die Felsenburg Neurathen, der Eintritt ist kostenpflichtig. Von hier hatte ich erneut einen schönen Blick auf die Basteibrücke und den Mönch, auf dem eine Wetterfahne in Menschengestalt steht. Nun ging es hinunter, unterwegs gab es nochmals zwei kurze Abstecher zu Aussichtspunkten mit Blick auf den Lilienstein und das Elbtal.

Blick von der Felsenburg Neurathen auf den Mönch
Blick von der Felsenburg Neurathen auf den Mönch
Tiedgesteinaussicht
Blick von der Tiedgesteinaussicht auf Oberrathen
Bastei
Blick oberhalb von Rathen auf die Bastei

Da die zweite Etappe des Malerwegs mit 11 km doch recht kurz ist, beschloss ich, noch einen Abstecher von etwa fünf Kilometern auf den Gamrig zu machen. Zuerst ging es die Straße Richtung „Margarethenhöhe” entlang, die kräftig aufwärts führte. In einer Kurve bot sich ein Ausblick auf die Bastei, einige Minuten später erreichte ich den Einstiegspunkt auf den Gamrig. Zuerst stieg ich hinauf auf die Sandsteinfelsen, von hier hatte ich einen wunderbaren Rundblick auf die Umgebung: Lilienstein, Königstein, das Elbtal. Es ging denselben Weg wieder hinunter und zur Gamrighöhle. Der hintere Teil der Höhle wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweitert, der Sandstein wurde zu feinem Sand zerrieben und für Scheuerzwecke verwendet.

Blick vom Gamrig auf den Lilienstein
Blick vom Gamrig auf den Lilienstein
Aussicht vom Gamrig auf Waltersdorf
Aussicht vom Gamrig auf Waltersdorf
Gamrighöhle
Gamrighöhle
Gamrighöhle
Gamrighöhle
Aussicht von der Kleinen Bastei
Aussicht von der Kleinen Bastei
Im Rhododendronpark
Im Rhododendronpark

Ich folgte ein Stück der Straße weiter und nach dem Parkplatz rechts auf den ausgeschilderten Wanderweg. Am Beginn des Rhododendronparks führte mich ein kleiner Pfad zur Kleinen Bastei mit einem weiteren schönen Aussicht auf das Elbtal. Durch die Parkanlage lief ich hinab nach Rathen und weiter zur Felsenbühne, zu der ich einen Abstecher machte.

Felsenbühne
Felsenbühne
Amselsee mit Lokomotive
Amselsee mit Lokomotive
Amselfall
Amselfall

Der Malerweg führte am Amselsee vorbei und den Amselgrund hinauf zum Amselfall. Nun ist wieder Treppensteigen angesagt, entlang des Grünbachs ging es hinauf, das Rauschen des Baches begleitete mich. Nun würde die Touristendichte auch um einiges geringer.

Am Grünbach
Am Grünbach
Umleitung aufgehoben
Umleitung aufgehoben
Teich in Rathewalde
Teich in Rathewalde

Kurz vor Rathewalde war dann ein Stück des Malerwegs wegen Stabilisierungsarbeiten an einem Felsen gesperrt. Über eine ausgeschilderte Umleitung gelangte ich in den Ort. Nach dem Ortsende ging es an Feldern vorbei auf der Höhe entlang zu einem Rastplatz. Von hier sah ich weit nach Süden und – mal wieder – zum Lilienstein. Der Weg führte entlang der Straße, die blühenden Rapsfelder verströmen ihren charakteristischen Duft.

Rastplatz mit Aussicht
Rastplatz mit Aussicht
Teufelsbrücke am Hockstein
Teufelsbrücke am Hockstein
Blick vom Hockstein in die Wolfsschlucht
Blick vom Hockstein in die Wolfsschlucht

Wieder im Wald erreichte ich bald den Hockstein mit Blick auf Hohnstein. Der Wegweiser zeigte noch 50 Minuten bis zum Etappenziel an, doch der Ort sah doch so nah aus?

Abstieg vom Hockstein
Abstieg vom Hockstein
Im Polenztal
Im Polenztal
Im Bärengarten
Im Bärengarten

Es folgte nun ein toller Abstieg durch Klüfte ins schöne Polenztal. Doch nun ging es durch den Bärengarten noch einmal stramm aufwärts – wäre ja auch zu schön gewesen. Doch der Weg lohnte sich, es hat Spaß gemacht, das enge Tal hinaufzuwandern. Früher wurden hier auch Bären dressiert, die z.B. dann im Dresden auftreten müssten, daher auch der Name. An einer Kreuzung verließ ich dann den Malerweg und erreichte nur wenige Minuten später Hohnstein. Meine Unterkunft war in der Burg Hohnstein, die von den Naturfreunden geführt wird. Insgesamt war ich etwa acht Stunden unterwegs.

Ende der Etappe
Ende der Etappe
Hohnstein mit Burg
Hohnstein mit Burg
Ritterfelsen
Abendliche Stimmung am Ritterfelsen

Zum Essen ist in Hohnstein die Gaststätte „Die Aussicht” empfehlenswert, die über dem Ort liegt. Vom Biergarten hat man eine tolle Aussicht auf die Burg und den Ort. Am Abend machte ich dann noch einen Spaziergang zum Ritterfelsen, hier schweift der Blick zur Burg Hohnstein. Der einfachste Weg, um zum Felsen zu gelangen, ist übrigens über Hohnstein und die Straße „Am Breiten Stein”. So ging ein anstrengender und ereignisreicher Tag zu Ende.

Länge: 10,9 km, Anstieg: 430 m, Abstieg: 315 m

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