Du bist hier:

Wandern und mehr / Dewepetz, Kohlscheuer und Bildchen

Mullerthal Trail Route 2 Etappe 2

Dewepetz, Kohlscheuer und Bildchen

von Chris

Nach der wunderschönen Etappe am Vortag, ging es nun auf den zweiten Teil der Route 2 auf dem Mullerthal Trail. Den Einstiegspunkt in Consdorf erreichte ich von Echternach mit dem Bus in 15 Minuten. Dort wanderte ich mit dem Wegzeichen C2 zunächst hinab zum Mullerthal Trail. Es dauerte nicht lange und ich erreichte die ersten Höhepunkte dieser Teilstrecke: Rittergang und Dewepetz. Durch diese beiden engen Felsspalten verläuft der Wanderweg, bei dem zweiten Felsgang kam meine Stirnlampe zum Einsatz, da es hier doch recht düster war.

Am Rittergang
Am Rittergang
Im Rittergang
Im Rittergang
Dewepetz
Am Eingang zur Dewepetz

Kohlscheuer

Nur wenige Minuten später stand das nächste Highlight an: Ich erkundete die Kohlscheuer, eine grandiose Felslandschaft, unter anderem mit einem engen Felsengang. Hier darf man nicht klaustrophobisch veranlagt sein! Der Aussichtspunkt „Belle Vue” bot allerdings keine wirkliche Aussicht, doch von hier oben hörte ich das Quakkonzert von Fröschen.

Dewepetz
In der Dewepetz sieht man nur mit Stirnlampe etwas
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
Aussichtspunkt Kohlscheuer
Der leider etwas zugewachsene Aussichtspunkt bei der Kohlscheuer
Eingang zur Kohlscheuer
Eingang zur Kohlscheuer
Kohlscheuer
Auch hier benötigt man ein Licht
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
An der Kohlscheuer
Schnecke auf dem Weg
Schnecke auf dem Weg

Bildchen

Nach einer ausführlichen Erforschung des Felsenareals wanderte ich schließlich weiter. Bald teilte sich der Mullerthal Trail, ich nahm die längere Variante und wanderte zum Heeschbrecher Bildchen, einer Muttergottesstatue in der Nische einer alten, angeblich 1000-jährigen Eiche. Einer Sage nach wurden in der Nähe im Jahre 1731 zwei von drei Brüdern von einem Blitz erschlagen. Aus Dankbarkeit, dass der eine Bruder überlebt hatte, soll er die Statue aufgestellt haben.

Heeschbrecher Bildchen
Am Heeschbrecher Bildchen
Nische in der alten Eiche
Nische in der alten Eiche
Wurzelwerk
Wurzelwerk

Nach einer kleinen Rast ging es wieder ein Stück den Weg zurück. In der Folgezeit führte mich der Wanderweg auf einem schönen Pfad durch den Wald. Dabei kam ich an einer Grotte mit neusteinzeitlichen Schleifrillen aus der Zeit von 2000-4000 v. Chr., so das dortige Schild.

Schließlich kam ich aus dem Wald heraus und lief auf der Hochebene entlang. Im Süden sah ich Hersberg und ein Stück dahinter ein Flugzeug, das sich im Landeanflug auf den Luxemburger Flughafen befand, und schon ziemlich tief war.

Neusteinzeitliche Schleifrillen
Neusteinzeitliche Schleifrillen
Blick auf Hersberg
Blick auf Hersberg
Michels Kirche
Michels Kirche

Es dauerte nicht lange und mich umfing wieder die angenehme Kühle des Waldes. Bald gelangte ich zu Michels Kirche; hier hauste gegen Ende des 18. Jahrhunderts der Einsiedler Michel. Der Name ist eher eine abwertende Bezeichnung der Unterkunft. Viele Felsen in der Umgebung boten während der damaligen Zeit Einsiedlern Unterschlupf. Sie verbrachten viel Zeit mit Beten und lebten von den Früchten des Walds. Einige Menschen aus dem nahen Dorf brachten manchmal Eier, Fleisch und Gemüse, der Einsiedler dankte mit einem Gebet für ihre Anliegen.

Der Weg verlief nun im Talgrund entlang. Unterwegs begegnete ich zwei Wanderern, die doch glatt mit Musik unterwegs waren. Nun ja, so verpassten die Zwei das schöne Vogelgezwitscher. Nach einem kleinen Anstieg passierte ich die Daxelay und gelangte zur Einsiedelei mit einer Felsenmalerei. Vorbei an der Härgottskapp erreichte ist Scheidgen.

Auf dem Wanderweg
Auf dem Wanderweg
Einsiedelei
Einsiedelei
Härgottskapp
Härgottskapp

Ich lief ein kleines Stück an der Straße entlang und schon tauchte ich wieder in den Wald ein. Es ging an einem alten Waschbrunnen vorbei und Sandsteinfelsen entlang. Kurz vor der Straße verlief der Weg durch eine tolle Felsenarena. Nun wanderte ich durch das schöne Waldgebiet Leiwerdellt mit einem romantischen Bachverlauf und weiter an Sandsteinfelsen und einer Klinge entlang.

Felsen
Felsen, überall Felsen
Treppe ins Nirgendwo
Treppe ins Nirgendwo
Echternach
Aussicht vom Trooskneppchen auf Echternach

Bald wies mich ein Geocache auf einen Lost Place hin: Ein kaum sichtbarer Pfad führt zu einer Treppe ins Nirgendwo. Vielleicht gab es hier oben einmal ein Aussichtspunkt? Der Einstieg zum Pfad war an einem einsamen Mülleimer am Wegrand.

Ich wanderte weiter auf dem schönen Trail, leider trübte der Verkehrslärm der nahen Nationalstraße das Vergnügen. Nach einer Weile führte der Wanderweg nochmals ganz schön kräftig den Mélicksbierg aufwärts. Doch ich kam oben an und nun ging es entspannt weiter. Bald erblickte ich zwischen den Bäumen den Echternacher See – nun war es nicht mehr weit. Als ich aus dem Wald kam begrüßte mich das Glockenspiel der Echternacher Basilika. Ich absolvierte noch einen kleinen Abstecher zum Trooskneppchen, nun stand die Sonne für ein Foto günstiger als am Vortag. Der folgende Abstieg brachte mich wieder hinab nach Echternach.

Länge: 21,0 km, Anstieg: 265 m, Abstieg: 430 m

Karte