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Wandern und mehr / Geopfad und Zitadelle

Rheinterrassenweg 6. Etappe

Geopfad und Zitadelle

von Chris

Die letzte Tagesetappe auf dem Rheinterrassenweg führte mich auf zwölf Kilometern von Bodenheim nach Mainz. Wie auch bei den vorherigen Abschnitten konnte ich mich über eine gute Fernsicht bei der Wanderung durch die Weinberge freuen.

Auf dem Zuweg vom Bahnhof in Bodenheim gelangte ich am Ortsrand zum ehemaligen Reichsritterstift, das aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt und dessen Mauer mit zinnenbekrönten Ecktürmen ausgestattet ist. Heute beherbergt die Anlage das Caritas-Zentrum St. Alban. Gegenüber der Mauer befindet sich eine Statue des heiligen Alban, einem Priester, Missionar und Märtyrer. Er wurde bei einem Gebet von einem Angriff der Vandalen in Mainz enthauptet. Die Legende besagt, dass er seinen abgeschlagenen Kopf an die Stelle gebracht habe, an der er beigesetzt werden wollte.

Historische Mauer des ehemaligen Reichsritterstifts
Historische Mauer des ehemaligen Reichsritterstifts
Historische Mauer des ehemaligen Reichsritterstifts
Historische Mauer des ehemaligen Reichsritterstifts
St. Alban
St. Alban

Das Wegzeichen führte hinauf in die Weinberge. Die Nähe zum Flughafen Frankfurt ließ die landenden Flugzeuge ziemlich nah erscheinen, da sich hier die Einflugschneise zum Airport befindet. Aufgrund des schönen Wetters an diesem Sonntag waren einige Spaziergänger unterwegs.

Der Wanderweg verläuft in der Einflugschneise
Der Wanderweg verläuft in der Einflugschneise
Taunusblick
Taunusblick
Wegweiser
Wegweiser
Trockenmauer am Wegrand
Trockenmauer am Wegrand
Mainz-Laubenheim
Blick auf Mainz-Laubenheim
Zöllerkreuz
Zöllerkreuz

Oberhalb von Laubenheim machte ich eine Pause im Hofgut Laubenheimer Höhe, das über einen kleinen Abstecher vom Wanderweg erreichbar war. Anschließend ging es am Laubenheimer Kreuz mit schöner Aussicht über den Rhein und das Hessische Ried vorbei.

Der Rheinterrassenweg überquert eine Straße, auf einem längeren Abschnitt verläuft die Strecke auf einem Teerweg oberhalb eines Steinbruchs. Dieser ist inzwischen stillgelegt und soll nun als Deponie herhalten. Unterwegs gibt es einige schöne Rastplätze.

Rastplatz oberhalb des Steinbruchs
Rastplatz oberhalb des Steinbruchs
Wanderweg
Wanderweg
Im ehemaligen Steinbruch
Im ehemaligen Steinbruch

Am Ortsrand von Weisenau geht es eine Straße hinab, die ein rotes Straßenschild hat. Dies rührt daher, dass in Mainz Straßen, die Richtung Rhein führen einen roten Hintergrund haben, während Straßen, die parallel zum Rhein führen, blau eingefärbt sind.

Ein Stück nach dem Überqueren der Autobahn verließ ich den Rheinterrassenweg und ging an der Abzweigung auf dem Geopfad Weisenau hinab zum ehemaligen Kalksteinbruch.

Im ehemaligen Steinbruch
Im ehemaligen Steinbruch
Auf dem Geopfad Weisenau
Auf dem Geopfad Weisenau
Infotafel am Geopfad Weisenau
Infotafel am Geopfad Weisenau
Geopfad Weisenau
Gut zu erkennen sind hier zwei Gesteinsarten: Kalkstein (links) und gehärteter Löss (rechts)
Rhein
Am Rhein
Brückentürme der Südbrücke
Brückentürme der Südbrücke

Am Ende des Geopfads traf ich wieder auf den Rheinterrassenweg, der über die Gleise an den Rhein führt. Der Wanderweg verläuft nun direkt am Ufer des Stroms entlang, bevor es erneut über die Bahnstrecke und in den Stadtpark ging, in dem sich das offizielle Ende des Rheinterrassenweg befindet. Ein Zuweg brachte mich durch die Grünanlage zum Römischen Theater. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Zitadelle, der ich noch zum Abschluss der Tour noch einen Besuch abstattete.

Stadtpark Mainz
Im Stadtpark
Römisches Theater
Römisches Theater
Kommandantenbau der Zitadelle
Kommandantenbau der Zitadelle
Drususstein in der Zitadelle
Drususstein in der Zitadelle
Mainzer Dom
Mainzer Dom
Blick von der Zitadelle auf den Holzturm und den Großen Feldberg im Taunus
Blick von der Zitadelle auf den Holzturm und den Großen Feldberg im Taunus

Fazit

Mit der sechsten Etappe endete eine schöne Mehrtagestour durch Rheinhessen, der mich durch die Weinberge des größten deutschen Weinanbaugebiets und zu interessanten Sehenswürdigkeiten führte. Hervorzuheben sind auch die tollen Aussichten auf die Umgebung, wie den Taunus, die Skyline von Frankfurt und den Odenwald. Die Ein- und Ausstiegspunkte sind gut mit der Bahn zu erreichen, so dass man die Tagesstrecken auch gut sukzessive aus dem Rhein-Neckar-Dreieck oder dem Rhein-Main-Gebiet erwandern kann. Für geübte Wanderer kann der Rheinterrassenweg gut an vier Tagen gelaufen werden.

Zu beachten ist allerdings, dass die Etappen größtenteils auf befestigten Wegen durch Weinberge führen und man damit der Sonne ausgesetzt ist. Eine Kopfbedeckung bei starker Sonneneinstrahlung ist daher anzuraten, im Hochsommer ist es sicherlich auch recht heiß. Unterwegs besteht in den Orten immer wieder die Möglichkeit einzukehren. Die Wegweisung ist vorbildlich, an größeren Kreuzungen stehen Wegweiser, die die Strecke zum nächsten Ort angeben und auch die Zuwege sind gut markiert. Alles in allem ist die Tour gelungen und sehr empfehlenswert.

Länge: 12,2 km, Anstieg: 144 m, Abstieg: 129 m

Karte