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Wandern und mehr / Planung und Vorbereitung

Saar-Hunsrück-Steig

Planung und Vorbereitung

Für eine Herbsttour überlegte ich mir, welche Streckenwanderung ich angehen könnte. Zuerst dachte ich an den Eifelsteig mit seinen 14 Etappen. Allerdings hatte ich dann etwas unverhofft viereinhalb Wochen Zeit. Und da gerade kurz vorher der Saar-Hunsrück-Steig zum Wanderweg des Jahres 2017 erkoren wurde, sagte ich mir: Mach den doch einfach. Auf 24 Etappen führt dieser von Perl an der Mosel bis Boppard an den Rhein, zusätzlich gibt es noch drei Etappen bis nach Trier. Ich hätte also auch genug Puffer, um auch mal den einen oder anderen Pausentag einzulegen. Wobei Pausentag bei mir heißt: Es gibt meist eine Rundwanderung vor Ort.

Am Saar-Hunsrück-Steig liegen viele Sehenswürdigkeiten: die rekonstruierte römische Villa Borg, die Saarschleife bei Mettlach, die Grimburg, der keltische Ringwall bei Otzenhausen, der Erbeskopf, eine der ältesten Burgen Deutschlands, die Ruine Schmidtburg und viele mehr. Unterwegs wandert man aber auch durch viel Waldeinsamkeit und idyllische Bachtäler, vor allem im neuen Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Vorbereitung

Karte, Wanderführer, Gastgeberverzeichnis und Traumschleifenübersicht
Karte, Wanderführer, Gastgeberverzeichnis und Traumschleifenübersicht

Also entschloss ich mich, die Strecke von Perl über Idar-Oberstein nach Boppard zu laufen. Die Webseite des Saar-Hunsrück-Steigs gab mir bereits viele Informationen über die Strecke an sich und die Traumschleifen, so heißen die Premiumrundwanderwege in der Region. Dort bestellte ich mir auch das Informationsmaterial, das ich auch einige Tage später erhielt. Dabei ist ein Wanderführer, der die Etappen kurz beschreibt und auch Vorschläge für Unterkünfte gibt. Zusätzlich war die Übersicht über die Traumschleifen sehr nützlich, auch dieses Heftchen kam mit auf die Tour. Und zu guter Letzt fand auch die Gastgeber-Übersicht ein Plätzchen in meinem Rucksack. Auf einen separaten Wanderführer habe ich verzichtet.

Ich überlegte dann auch, ob ich noch eine zusätzliche Karte benötige, ich habe mich diesmal dazu entschlossen, die Leporello-Karte des ersten Abschnitts von Perl nach Idar-Oberstein mitznehmen. Zusätzlich habe ich auch immer mein GPS-Gerät dabei, einerseits um die Strecke aufzuzeichnen, andererseits gibt es auch den einen oder anderen Geocache an der Strecke. So ist die Strecke von Perl bis Idar-Oberstein mit mehreren Multi-Caches bestückt.

Unterkünfte

Saarschleife
Die Saarschleife steht bereits auf der 2. Etappe an

Die Unterkünfte der ersten zehn Tage habe ich vorgebucht, teils per booking.com, teils per E-Mail und Telefon. Die weiteren Übernachtungen hatte ich dann eher flexibel einige Tage vorher klar gemacht. Einmal nahm ich die Hilfe der Touristinformationen in Anspruch. Oft half auch ein Blick auf die Webseite der Verbandsgemeinden, dort sind entsprechende Unterkünfte angegeben. Die einzelnen Unterkünfte, die ich nutzte, habe ich bei der Beschreibung der entsprechenden Etappen angegeben.

Praktisch am Saar-Hunsrück-Steig sind auch die Abholpunkte. Diese sind sowohl im Wanderführer und der Leporello-Karte gekennzeichnet als auch vor Ort durch ein Schild markiert. Viele Unterkünfte bieten den Service an, von einem dieser Punkte abgeholt und am nächsten Tag wieder abgesetzt zu werden, teils kostenlos, teils auch mit Gebühr. Dies nahm ich jedoch nur einmal in Anspruch, um von der Wildenburg abgeholt zu werden.

Packliste

Zum Einsatz kam mein Rucksack mit 50+10 Litern zum Einsatz, der bereits auf dem Malerweg im Frühjahr genutzt hatte. Dieser kann in zwei Bereiche aufgeteilt werden. Im unteren Bereich sind bei mir die Softshell-Jacke, die Regensachen, das Kamerastativ und das Erste-Hilfe-Set – die Nüsse und Energieriegel kommen schnell greifbar in den Rucksackdeckel.

Meine Packliste für den Saar-Hunsrück-Steig:

Zusätzlich noch:

  • Personalausweis
  • Krankenkassenversicherungskarte
  • EC-Karten / Kreditkarten

Vermisst hatte ich auf der Tour ein Sitzkissen, vor allem für Sitzbänke nach einem Regen.

Grundsätzlich habe ich die getragene Kleidung abends durchgewaschen, dafür reicht meist ein Waschbecken und eine Heizung zum Trocknen.

Nun konnte das Abenteuer beginnen ...