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Wandern und mehr / Wahnbachtal und Hochwaldalm

Saar-Hunsrück-Steig 5. Etappe

Wahnbachtal und Hochwaldalm

Der Bach murmelt leise in seinem steinernen Bett, als ich den Pfad an ihm entlang laufe. Moosbewachsene alte Baumstämme liegen an seinem Ufer, überspannen ihn. Da, ein Rastplatz in diesem Idyll. Gerne nehme ich das Angebot an und genieße die Stille und Einsamkeit, die mich in diesem herrlichen Tal umgibt.

Meine Unterkunft lag direkt in Weiskirchen. Um wieder zum Saar-Hunsrück-Steig zu gelangen, musste ich zuerst zwei Kilometer von der Unterkunft aus durch den Ort laufen. Der Wanderweg führte mich langsam aufwärts. Leider gab es zu Beginn viel Fichtenmonokultur. Nach einiger Zeit wurde der Weg immer schmaler und über sechs Brücken erreichte ich den ersten Höhepunkt des Tages, das Herberloch. Die Ruhe störten leider nur die dröhnenden Flugzeuge, da in der Nähe anscheinend eine Flugschneise verlief.

Kreuz im Wald
Kreuz im Wald
Die erste Brücke von sechs zum Herberloch
Die erste Brücke von sechs zum Herberloch
Waldweiher Herberloch
Waldweiher Herberloch

Nach einer Pause verließ ich den schönen Waldweiher wieder. Auf einem angenehmen Pfad wanderte ich durch den Wald, die Sonne schien durch das Geäst und die Farne leuchteten in der Morgensonne. Immer wieder lief ich in Biogirlanden hinein – einzelne Spinnweben, die über den Weg gespannt waren. Nun hörte auch die Phalanx der Flugzeuge auf und ich konnte wieder das Rauschen der Blätter im Wind vernehmen.

Doch bald war der Weg wegen Forstarbeiten gesperrt. Ich nahm also nach einem kurzen Blick auf mein GPS-Gerät einen anderen Weg, der sogar etwas kürzer war. Leider war keine Umleitung ausgeschildert, bei anderen Wegen habe ich das bereits so erlebt.

Moosteppich im Fichtenwald
Moosteppich im Fichtenwald
Pilze
Pilze
Am Behlengraben
Am Behlengraben

Ich gelangte wieder auf den Saar-Hunsrück-Steig und folgte einem wurzeldurchzogenen Pfad durch herrliche Waldeinsamkeit. Ein Rastplatz kam wie gerufen, um eine Pause zu machen und die Stille zu genießen. Wieder auf dem Trail schreckte ich drei Rehe auf, die aus dem Unterholz sprangen. Dabei sehe ich gar nicht so furchteinflößend aus.

Entlang des Behlengrabens, der sich tief in den Untergrund eingeschnitten hatte, erreichte ich den Wahnbach. Dieses herrliche Bachtal durfte ich nun entlanglaufen – das Rauschen des Baches begleitete mich auf dem Weg. Äste lagen teils kreuz und quer im steinernen Bachbett. Ein idyllisch gelegener Rastplatz bot sich wieder für eine Pause an, kaum Zivilisationsgeräusche drangen an mein Ohr.

Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Im Wahnbachtal
Wanderweg
Wanderweg
Reidelbach
Pause mit Blick auf Reidelbach

Der Saar-Hunsrück-Steig führte mich wieder aufwärts und längere Zeit unspektakulär durch Wald. In der Zwischenzeit hatte sich der Himmel zugezogen. Irgendwann endete auch der Wald und mein Blick schweifte über Reidelbach. Hier befand sich eine Liegebank, eine Rast war willkommen. Kurz darauf kamen auch zwei andere Wanderer vorbei, die durchaus neidisch auf die schöne Rastmöglichkeit waren – war dies doch die erste Stelle nach der langen Waldpassage.

Es folgte wieder eine längere Waldstrecke, die mich bald am Seelbach entlang leitete. Nun fielen auch ein paar Tropfen vom Himmel. Auf einem breiten Schotterweg wanderte ich bergan und auf der Höhe entlang zur Hochwaldalm. Diese ist wunderschön zwischen Weiden gelegen. Da inzwischen ab und zu auch die Sonne wieder zwischen den Wolken hervorkam, machte ich längere Rast im dortigen Biergarten. Dieser war trotz des Werktags gut frequentiert.

Rast auf der Hochwaldalm
Rast auf der Hochwaldalm
Blick auf die Hochwaldalm
Blick auf die Hochwaldalm
Eine Quelle namens Weinfässchen
Eine Quelle namens Weinfässchen

Schließlich raffte ich mich auf und machte mich an das letzte Stück der Etappe. Der Saar-Hunsrück-Steig führte mich über die Weiden und am Waldrand entlang. Ein letzter Blick über die Alm und ich lenkte meine Füße in den Wald hinein. Ich kam am Weinfässchen vorbei – das leider nur ein Brunnen mit Wasser war. Nun dauerte es nicht mehr lange und ich erblickte zwischen den Bäumen den Grimburger Hof, den ich auch kurz darauf auf einem unscheinbaren Pfad nach sieben Stunden erreichte.

Länge: 18,6 km, Anstieg: 485 m, Abstieg: 470 m

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