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Wandern und mehr / Schilfsandstein und Weibertreu

Schilfsandstein und Weibertreu

von Chris

Schon seit längerem wollte ich eine Wanderung zur Burg Weibertreu bei Heilbronn unternehmen. Anfang Februar klappt es. Die Tour folgt größtenteils der ausgeschilderten Route WT1, die in Weinsberg beginnt und durch das Weinsberger Tal zu einigen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung führt.

Start war am Bahnhof in Weinsberg, dort ging es die Bahnhofstraße entlang und über den Traubenplatz. An der Skulptur am Weinbaumuseum trifft man nun auf die Markierung WT1. Einige Minuten später führt der Weg durch die Erholungsanlage Stadtseebachtal, der dortige See war aufgrund der kalten Witterung der Vorwochen noch größtenteils zugefroren, Stockenten bevölkerten den Zulauf.

Skulptur am Weinbaumuseum
Skulptur am Weinbaumuseum
Wegzeichen
Wegzeichen
Erholungsanlage Stadtseebachtal
In der Erholungsanlage Stadtseebachtal
Erholungsanlage Stadtseebachtal
In der Erholungsanlage Stadtseebachtal
Stockenten
Stockenten
Saubach
Am Saubach

Nach dem Freibad führt die Wanderung durch Wiesen und entlang des Saubachs zu den Höfleswiesen. Nach einem Gebäude verläuft der Weg auf Gras, das nach dem Regen am Vortag doch etwas aufgeweicht war. In einer langgezogenen Schleife wanderte ich zu den Stadtseen, zwei Angleranlagen, die leider eingezäunt sind und den Saubach aufstauen. In der Zwischenzeit hat sich der Himmel durch Hochnebel bedeckt, der jedoch von der Sonne immer wieder etwas durchbrochen wurde.

Der Weg führt nun wieder zurück zu den Höfleswiesen, an einer Abzweigung ging es scharf links einen Waldweg hinauf, die Markierung hat hier leider gefehlt, doch dank GPS-Gerät konnte ich den Einstieg gut finden. An einer Abzweigung fand ich dann wieder die Markierung, die mich auf der Höhe zur Waldheide führte. Da das GPS-Gerät in der Nähe einen Geocache anzeigte, verließ ich hier kurzzeitig den markierten Weg und ging an den zwei Birken geradeaus zu einem im Wald versteckten ehemaligen amerikanischen Wachtturm. Dieser ist vom Weg aus nicht zu erkennen, man muss schon etwas in den Wald vordringen.

Oberer Stadtsee
Oberer Stadtsee
Unterer Stadtsee
Unterer Stadtsee
Ehemaliger Wachtturm der US-Armee
Ehemaliger Wachtturm der US-Armee

Anschließend ging es weiter auf dem markierten Weg durch das ehemaligen Militärgebiet.

Kurz vor der Straße am Jägerhaus verließ ich wieder den markierten Weg und machte eine Runde durch den ehemaligen Schilfsandsteinbruch.

Der Pfad führt an imposanten Felswänden vorbei.

Waldheide
Waldheide
Schilfsandsteinbruch um 1835
Der Schilfsandsteinbruch um 1835, Steindruck der Gebrüder Wolff im Historischen Museum Heilbronn
Schilfsandsteinbruch
Im ehemaligen Schilfsandsteinbruch
Schilfsandsteinbruch
Im ehemaligen Schilfsandsteinbruch
Schilfsandsteinbruch
Im ehemaligen Schilfsandsteinbruch
Schilfsandsteinbruch
Im ehemaligen Schilfsandsteinbruch

Am Ende des Naturschutzgebiets ging es mit WT1 rechts auf einen Teerweg. Von hier schweift der Blick entlang der Weinberge in das Neckartal und auf Heilbronn. An einer großen Wegspinne versteckt sich einige Schritte rechts in den Wald ein Sühnekreuz.

Heilbronn
Blick auf Heilbronn
Weinberge
Der Weg führt durch Weinberge
Sühnekreuz
Das Sühnekreuz befindet sich versteckt im Wald

Das Wegzeichen führt nun auf einem Pfad den Berg hinunter. Dort erblickt man das letzte Ziel der Wanderung, die Burgruine Weibertreu. Nun ging es durch Weinsberg und nach einem Anstieg zur Kirche hinauf zur Burganlage. Der Eintritt ist kostenpflichtig, an diesem Tag war das Kassenhäuschen allerdings nicht besetzt, den fälligen Obulus konnte man jedoch in ein in die Mauer eingelassenes Rohr werfen.

Burgruine Weibertreu
Blick auf die Burgruine Weibertreu
Burgruine Weibertreu
Südöstlicher Turm
Burgruine Weibertreu
Äußere Ringmauer mit Wehrgang
Burgruine Weibertreu
Blick in den Dicken Turm
Burgruine Weibertreu
Blick von der Ringmauer auf die Umgebung
Burgruine Weibertreu
Aussicht von der Ringmauer auf Weinsberg

Nach der Besichtigung der Ruine ging es wieder hinab zur Kirche und weiter der Markierung WT1 folgend zum Ortskern. Vom Traubenplatz aus war es schließlich nicht mehr weit zum Bahnhof.

Fazit

Ich fand die Wanderung sehr schön, sie ist nicht sonderlich anstrengend, der größte Anstieg steht am Ende beim Aufstieg zur Burgruine an. Sie ist knapp 14 km lang und weist mit 260 Höhenmetern moderate Höhenunterschiede auf. Unterwegs bieten sich immer wieder auf Bänken Rastmöglichkeiten an, eine Einkehr besteht am Jägerhaus. Die beiden Höhepunkte waren sicherlich der Schilfsandsteinbruch und die Burg Weibertreu. Im Frühjahr oder Herbst, wenn die Heide blüht, ist es sicherlich schöner, aber auch an einem trübem Februartag konnte ich die Tour genießen.

Länge: 13,7 km, An-/Abstieg: 265 m

Karte