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Wandern und mehr / Trauntal, Wehlenstein und Vorkastell

Traumschleife Trauntal-Höhenweg

Trauntal, Wehlenstein und Vorkastell

von Chris

An einem Pausentag auf meiner Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig habe ich die Traumschleife Trauntal-Höhenweg bei Börfink im Nationalpark Hunsrück-Hochwald erwandert. Die Wanderung startete ich an der Alten Mühle in Börfink und folgte zunächst der Börfinker Ochsentour zum Forellenhof. Bereits kurz zuvor traf ich auf die Markierung des Trauntal-Höhenwegs. Zu Beginn verlief der Wanderweg auf einem Schotterweg das Trauntal hinunter. Immer wieder hörte ich das Rauschen des Traunbachs. Nach den Regenfällen der letzten Stunden kam nun immer häufiger die Sonne zwischen den schnell ziehenden Wolken hervor.

Wanderweg zwischen Forellenhof und Hujetsmühle
Wanderweg zwischen Forellenhof und Hujetsmühle
Baumscheiben am Weg
Baumscheiben am Weg
Am Traunbach
Am Traunbach

Nach einer Weile erreichte ich an der ehemaligen Hujetsmühle das Portal, den „offiziellen” Startpunkt der Runde. Durch ein Tor leitete mich das Wegzeichen stromabwärts am Traunbach entlang zum alten Eisenhüttenwehr. Zu sehen ist, wie das Wasser des Bachs auf mehrere Kanäle aufgeteilt wird, um die früher hier befindlichen Hüttenwerke anzutreiben. Der tiefste Punkt der Wanderung war erreicht.

Steg am Traunbach
Steg am Traunbach
Wehr
Wehr
Werden mit den Boxen die Wanderer gezählt?
Werden mit den Boxen die Wanderer gezählt?

Das hieß aber auch, dass es jetzt erst einmal hinauf geht. Dabei passierte ich zwei Kästen auf beiden Seiten des Wegs – war das eine Zählstation? Trotz der kühlen Temperaturen wurde mir beim Aufstieg gut warm. Als die Wolken sich zuzogen, wurde es auch gleich düster im Wald. Über mir rauschte der Wind durch die Baumwipfel. Auf der Höhe angekommen machte ich einen Abstecher zur Luisenruhe – eine Felsformation aus Quarzit. Die Sonne strahlte das helle Gestein an, ein blauer Himmel wölbte sich darüber.

Auf der Luisenruhe
Auf der Luisenruhe
Cassandras Hexenbank
Cassandras Hexenbank
An Cassandras Hexenbank
An Cassandras Hexenbank

Wieder zurück auf der Traumschleife verließ ich bald den Wald, saftige grüne Wiesen im Sonnenschein begrüßten mich. Eine Liegebank stand am Wegrand, die auch gleich von mir belegt wurde – Zeit für eine Rast. Ich genoss den Blick über die Landschaft. Doch die Idylle hielt nicht lange an: Ein kräftiger Regenschauer rauschte herab und ich suchte Unterschlupf in einem nahen mobilen Jagdansitz.

Landschaft bei Buhlenberg
Landschaft bei Buhlenberg
Rast auf der Liegebank
Rast auf der Liegebank
Aussicht zwischen Buhlenberg und Rinzenberg
Aussicht zwischen Buhlenberg und Rinzenberg

Aber nach Regen kommt Sonnenschein – so auch hier. Wieder auf der Traumschleife unterwegs musste ich diese aber auch kurz darauf wieder verlassen, Forstarbeiter waren am Werk und der Wanderweg war gesperrt. So nahm ich einen Weg, der oberhalb des gesperrten Bereichs entlang führte.

Bald kam ich wieder aus dem Wald heraus und blickte weit über die Umgebung. Hier traf ich wieder auf den markierten Wanderweg. Nun war es nur noch ein Katzensprung bis Rinzenberg. Im Ort führte mich das Wegzeichen zuerst moderat, dann kräftig bergan. Auf der Höhe befand sich etwas abseits der Wehlenstein mit Blick über die bewaldeten Hügel des Schwarzwälder Hochwalds.

Blick auf Rinzenberg
Blick auf Rinzenberg
Wehlenstein
Wehlenstein
Aussicht vom Wehlenstein
Aussicht vom Wehlenstein

Längere Zeit wanderte ich nun auf dem Bergrücken entlang. Später schlängelte sich der Pfad durch den Wald, das Moos zu beiden Seiten des Weges leuchtete in sattem Grün, ein kleines Bächlein musste gequert werden. Doch auch dieser schöne Pfad endete und ich lief ein Stück auf einem Schotterweg. Doch dann ging es im wahrsten Sinne des Wortes in die Botanik. Unterwegs berichtete mir eine Tafel am Saustäbel, dass in früheren Zeiten hier im Wald Hausschweine gehalten wurden.

Es schloss sich ein letzter Anstieg an, doch auch dieser war bald geschafft. Puh, das war anstrengend. Der Pfad im Wald hinauf sah neu angelegt aus. Das Vorkastell war der letzte Höhepunkt auf der Wanderung, hier hatte sich in vorchristlicher Zeit eine keltische Fliehburg befunden. Die Aussicht von der Liegebank war grandios und so machte ich eine letzte Rast. In der Ferne kamen Regenschauer herab, über mir schien die Sonne, doch leider blies auch ein kräftiger und kalter Wind.

Pfad durch den Fichtenwald
Pfad durch den Fichtenwald
Bachquerung
Bachquerung
Aussicht vom Vorkastell
Aussicht vom Vorkastell

Bald machte ich mich an Abstieg durch den Wald und traf im Tal wieder auf die Abzweigung zur Ochsentour. Hier endete für mich der Trauntal-Höhenweg und ich wanderte zurück zur Alten Mühle. Nach etwa sechs Stunden erreichte ich wieder meinen Startpunkt, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer.

Länge: 13,4 km, An-/Abstieg: 300 m

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